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Die Umschuldung planen: darauf kommt es an

Während Anleger insbesondere Tagesgeldanleger angesichts der niedrigen Renditen unter der schon seit Jahren währenden Niedrigzinsphase leiden, profitieren Schuldner davon. Schließlich müssen sie für ihre Verpflichtungen wesentlich weniger Zinsen bezahlen als bei einem Zinssatz auf Normalniveau. Noch mehr sparen können sie gegebenenfalls ihre Kredite umschulden. Doch die Umschuldung will wohl geplant sein, damit die Schuldner durch einen geschickten Wechsel des Vertrags auch wirklich Hunderte von Euro sparen können.

Das ist beim Wechsel eines Kredites zu beachten

Ob der neue Kredit letztlich tatsächlich billiger ist, lässt sich auf den ersten Blick oft nicht erkennen, denn in den Verträgen sind oft so manche Stolpersteine eingebaut, die es zu umschiffen gilt.

Damit eine Umschuldung möglich ist, muss zuerst der alte Kredit gekündigt werden. Wurde dieser nach dem 11. Juni 2010 aufgenommen, kann er zwar fristlos gekündigt werden, allerdings muss der Kreditnehmer dafür eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen. Die Höhe der Entschädigung an die Bank liegt bei Krediten mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten bei 0,5 Prozent der Restschuld, die Kündigung eines Kredites mit einer längeren Restlaufzeit kostet den Kreditnehmer ein Prozent der Restschuld. Bei Krediten, die vor dem genannten Stichtag abgeschlossen wurden, gilt hingegen eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Lohnt sich die Umschuldung?

Bevor die Kreditnehmer den alten Vertrag kündigen, sollten sie sich auf die Suche nach einem neuen Kreditgeber machen und prüfen, ob sich die Umschuldung für sie auch wirklich lohnt. Das bedeutet, dass der neue Effektivzins wesentlich niedriger sein sollte als der des vorherigen Kredites. Damit sich die Umschuldung wirklich lohnt, sollte die Zinsdifferenz möglichst groß sein und die Restschuld einen vergleichsweise hohen Betrag ausmachen. Denn bei einem kleinen Schuldbetrag und einer geringen Differenz lohnt sich die Umschuldung nicht.

Einen schnellen Überblick verschafft zum Beispiel der Umschuldungsrechner von smava.de. Ferner werden auf der Webseite noch ein paar Tipps zum Beachten bei einer Umschuldung gegeben.

Wichtig: ein Vergleich der Zinsen

Haben sich die Schuldner für eine Umschuldung entschieden, sollten sie auch die Zins-Angebote genau unter die Lupe nehmen. Denn manche erscheinen auf den ersten Blick attraktiver, als sie tatsächlich sind. Entscheidend für diesen Vergleich ist der Effektivzins, weil darin auch sämtliche Nebenkosten für den Kredit enthalten sind.

Auf die Kreditwürdigkeit kommt es an

Banken bieten sehr gute Konditionen oft nur jenen Kunden an, bei welchen sie davon überzeugt sind, dass sie ihre Schulden auch zurückzahlen können. Überprüft wird die Kreditwürdigkeit oft durch eine Schufa-Auskunft. Bessere Chancen auf gute Konditionen haben Kreditnehmer, wenn sie zusammen mit dem Kredit auch eine Restschuldversicherung abschließen, welche für die Verbindlichkeiten aufkommt, sollte der Schuldner tatsächlich einmal nicht zahlen können. Diese lohnt sich allerdings nur bei Verträgen mit einer langen Laufzeit.

Eine andere Alternative: Haben die Schuldner trotz ihrer Verbindlichkeiten und der laufenden Kosten noch Geld übrig, können sie diese Beträge auf einem Tagesgeldkonto parken. Denn wer bei der Umschuldung gleich noch einen höheren Betrag tilgen möchte, um die Anschlussfinanzierung geringer ausfallen zu lassen, sollte diesen Betrag auf einem sicheren Tagesgeldkonto zuvor „parken“ bzw. ansammeln, als vielleicht in Aktien zu halten und zum geplanten Termin die Aktien verkaufen. Denn die Schwankungen an der Börse sind nicht vorherzusehen und dann ist der schöne Umschuldungsplan plötzlich Makulatur.

April 2018


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